Stillstand in der Küche? Der Zustand unserer Gastronomie in der Region
- Markus van KochWerk

- 20. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. März

Wer in letzter Zeit in Thannhausen, Krumbach oder Umgebung (Region) essen gehen wollte, hat es vielleicht bemerkt: Die Lichter in manchen Gaststuben bleiben öfter aus, die Speisekarten werden kleiner und die Preise steigen. Als Mietkoch von KOCHWERK BAYERN bin ich viel in den Küchen unserer Region unterwegs und sehe die Lage aus nächster Nähe.
1. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Die aktuelle Statistik für Bayern zeigt einen ernüchternden Trend: Der reale Umsatz im Gastgewerbe ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar gesunken. Allein im letzten Jahr mussten in Bayern tausende Gaststätten schließen. Das ist mehr als nur ein Alarmzeichen – es ist ein massiver Verlust an Lebensqualität und Vielfalt in unseren Dörfern und Städten.
2. Warum kämpfen so viele Betriebe?
Es ist ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren, der unsere Wirte massiv unter Druck setzt:
Kostendruck: Die Ausgaben für Lebensmittel und Energie sind in den letzten zwei Jahren massiv gestiegen.
Personalnot: In der gesamten Branche fehlen tausende Fachkräfte. Besonders bei den Köchen klafft eine riesige Lücke, die kaum noch zu füllen ist. Aktuelles Beispiel ein Restaurant in Augsburg, das aufgrund des hohen Personal und Fachkräftemangels schließen musste.
Steuerliche Belastung: Die Rückkehr zum vollen Mehrwertsteuersatz nach Corona in der Gastronomie zwingt viele Betriebe in unserer Region zu Preisanpassungen, die nicht jeder Gast mitgehen kann oder möchte, da helfen auch aktuell die 7% MwST. nicht aus, da alle anderen Kosten ständig steigen, obwohl dies ein sehr wichtiger Schritt für die Gastronomie war.
3. Das Sterben der Klassiker auf dem Land
Besonders im ländlichen Raum ist die Lage kritisch. Während in den Großstädten oft noch neue Konzepte entstehen, kämpfen die traditionellen Dorfkneipen und Gasthöfe ums nackte Überleben. Wenn ein Wirtshaus schließt, verschwindet oft auch der soziale Mittelpunkt eines Ortes.
Mein Fazit als Mietkoch
Die Krise der festen Gastronomie ist einer der Gründe, warum ich mit KOCHWERK BAYERN einen flexiblen Weg gewählt habe. Als Mietkoch kann ich dort einspringen, wo Personal fehlt, oder Events ermöglichen, die Restaurants personell oft nicht mehr alleine stemmen können. (lest hierzu auch meinen Beitrag Mietkoch vs. Festeinstellung)
Unsere Gastronomie braucht Unterstützung – durch die Wertschätzung der Gäste, aber auch durch weniger Bürokratie und faire Rahmenbedingungen. Denn am Ende geht es um mehr als nur Essen: Es geht um unsere bayerische Geselligkeit und Identität.
Was denkt Ihr darüber? Habt Ihr ein Lieblingslokal in der Region, das bereits schließen musste oder mit Problemen kämpft? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!
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